Protokoll der MV 2011

Protokoll Mitgliederversammlung Verein TALENT Schweiz vom 26/03/2011
im Volkshaus Zürich

Protokoll MV 2010

Das Protokoll vom 27. 3. 2010 wurde mit 23 Stimmen bei 1 Enthaltungen genehmigt.

Jahresbericht 2010

Ursula Dold erläuterte den Jahresbericht 2010; er ist auf der TALENT-Webseite nachzulesen. Dazu gab es folgende Hervorhebungen und Ergänzungen:

Zum Thema Öffentlichkeitsarbeit

Jonas Baier von Talent Biel berichtete von seinem Vortrag über das Experiment von Wörgl mit gleichzeitiger Vorstellung des Talents durch Florian Vetsch, Talent-Winzer aus Twann (BE).

Zum Thema Regionalgruppen

Bedauerlicherweise ist Verena Müller, die sich neu für eine Regionalgruppe in Zürich engagieren will, kurz vor der MV verunfallt und konnte nicht anwesend sein. Am 14. April wird ein zweiter Informationsabend für alte und neu interessierte TALENTlerinnen veranstaltet.

In der RG Biel ist neu Brigitta Ferrari. Sie engagiert sich zusammen mit Jonas Baier bei der Aufbau befindendlichen Arbeitsgruppe Regiogeld, welche Teil von Vision 2035 ist.

Zum Thema Vernetzung

Frank Moser machte auf die Vernetzungswanderung 2011 zwischen Erlach (BE) und der St. Petersinsel von 25. Juni 2011 aufmerksam, mit 2. Juli als Verschiebedatum. Anmeldung ist nötig!

Beim SUFO 2011 (Sozial- und Umweltforum Ostschweiz) in St. Gallen haben wir wieder einen Stand, Ursula Dold macht einen Workshop zum Thema Komplementäre Währungen.

Wir können über die ZA:RT Clearingstelle mit anderen Tauschkreisen handeln, z. B. Tauschen am Fluss in Zürich oder Talentetausch in Vorarlberg, wobei in Vorarlberg die Tauschsumme begrenzt ist.

Andreas Rudin von der Murmel-Spielwerkstatt berichtete ebenfalls von einer guten Erfahrung mit einem Tauschkreis in Deutschland.

Zum Thema e-Talent

Rainer Rieder regte an, das e-Talent mit allen seinen Möglichkeiten zu nutzen, so z.B. auch für Adress-Änderungen und Email-Service, wenn man nach einem bestimmten Angebot sucht.

Der Jahresbericht wird einstimmig angenommen.

Jahresrechnung

Ursula Dold erläuterte die Jahresrechnung. Ein grosser Posten waren die Produktionskosten des neuen Informations-Flyers.

Die Rechnung schliesst positiv ab, wodurch das Vereinsvermögen etwas zunimmt. Die Senkung der Druckkosten wurde durch vermindertes Ausdrucken von E-Mails und durch erhöhten Anteil an elektronischem Versand erreicht, was sich auf die Gesamtrechnung auswirkt (Rainer). Für das positive Ergebnis trägt ebenfalls die weiterhin nur auf einen halben Tag beschränkte Sekretariatsstelle bei.

Durch das Erreichen von über 7500.- Kontostand verrechnet Postfinanz keine Kontoführungskosten mehr. Auch wäre nun die Eröffnung eines Deposito-Kontos möglich, was 1,5 % Zins einbringen würde, sagte Rainer. Die sich meldenden TeilnehmerInnen votieren hingegen für 100%ige Ethik und somit für den Verzicht auf jeglichen Zins, da wir ja gerade diesen bekämpfen würden. Die Eröffnung eines Kontos bei der Alternativen Bank oder bei der Freien Gemeinschaftsbank wurde von Anwesenden vorgeschlagen. Rainer meinte, diese wären nicht so schnell in der Überweisung wie Postfinanz. Der Vorstand wird in der nächsten Sitzung eine entsprechende Entscheidung treffen.

Charly Aschwanden verlas den Revisionsbericht, den er und Fränzi Schmidt nach Prüfung der Rechnung erstellt hatten. Sie empfahlen der Mitgliederversammlung, dem Vorstand Decharge zu erteilen.

Die Jahresrechung wurde mit einer Enthaltung einstimmig angenommen.

Wahl Revisoren

Charly Aschwanden und Fränzi Schmidt stellten sich wieder als Revisoren zur Verfügung und wurden bei einer Enthaltung einstimmige gewählt. Ursula Dold dankte ihnen für ihr Engagement.

Talent-Rechnung

Ursula Dold erläuterte die Zusammenstellung der ausgegeben und eingenommenen Talente im 2010.

Es kommt immer wieder vor, dass Mitglieder mit negativem Kontostand austreten. Wenn sie laut Spielregel weder Leistungen einbringen noch den Betrag in Franken ausgleichen, müssen diese Verluste als Abschreibungen verbucht werden. Insgesamt ist die Bilanz, auch dank der Umlaufsicherung, ziemlich ausgeglichen

Ursula Dold dankte Rainer Rieder für seine engagierte Arbeit im Sekretariat.

Budget 2010

Die positive Bilanz ermöglicht es, im nächsten Jahr einen grösseren Betrag für Öffentlichkeitsarbeit und Werbung von neuen Mitgliedern einzusetzen sowie für Aktivitäten in den Regionalgruppen.

Das Budget wurde bei einer Enthaltung einstimmig angenommen.

Neuwahl Vorstand

Da die Amtsperiode von drei Jahren abgelaufen ist, musste der Vorstand neu gewählt werden.

Thomas Schlegel trat zurück, bleibt jedoch weiterhin Regionalgruppen-Leiter im Kanton Zug. Petra Samaras (Beisitzerin), Ursula Dold (Präsidentin) und David Schlatter (Buchhaltung) kandidierten wieder mit den gleichen Ämtern, die sie innehaben. Neu kam Christine Güttinger hinzu aus Beinwil am See (AG), die sich kurz vorstellte.

Es gab keine Einwände dagegen, den Vorstand in Globo zu wählen. Mit 4 Enthaltungen wurden alle 4 Personen einstimmig für drei Jahre gewählt.

Ursula erinnerte daran, dass sie seit zehn Jahren Präsidentin ist. Sie mache ihre Arbeit nach wie vor sehr gerne und erachte das Talent als sehr wertvoll, u.a. um auf andere Möglichkeiten des Wirtschaftens aufmerksam zu machen. Keinesfalls möchte sie aber „kleben“ falls jemand Anderes das Amt übernehmen möchte. Auf Anfrage kann man sich an der Vorstandsarbeit beteiligen und so sehen, ob man ein solches Amt gerne ausüben würde. Die Vorstandsmitgliederzahl kann gerne erhöht werden.

Anträge

Es gab keine Anträge dieses Jahr.

Varia

Von Alec Gagneux:

Im Aargau finden die Permakultur-Tage Schweiz vom Sa. 4./ So. 5. Juni 2011 bei der Erlebnisgärtnerei Dietwyler in Rüfenach statt.

Friedensmarsch gegen AKWs am 22. Mai 2011.

Eigentlich herrsche in allen drei großen Religionen (christliche Kirche, Islam und Judentum) ein Zinsverbot. Trotzdem halten sich die Kirchen da raus. Alec hält deshalb das Blatt „Deklaration für eine gerechtere und friedensfördernde Kirche (ursachenbezogen)“ zum Austeilen bereit.

Das Informationsblatt „Welcher Organisation kann ich mein Geld anvertrauen?“ mit einem Fragebrief an gemeinnützige Informationen auf der Rückseite sei ebenfalls bei Alec erhältlich. Bei dieser Gelegenheit machte er darauf aufmerksam, dass die Zinszahlungen der Entwicklungsländer dreimal höher seien als die Entwicklungshilfe. Somit diene die Entwicklungshilfe bestens dem Großkapital.

Ursula Dold legte die Folie „Verschiedene Zwecke, verschiedene Währungen“ * auf und zeigte, wo sich der Talent zwischen den staatlichen Geldwährungen und den Zeitwährungen befindet.“ *http://www.talent.ch/?page_id=918

Diskussion und Inputs zum Thema Verwendung des Geldes für Öffentlichkeitsarbeit

Der Vorstand hatte noch nichts Konkreteres beschlossen, deshalb nahm er gerne Anregungen aus der MV dafür entgegen.

Andreas Rudin fragte, wo das Ziel der Öffentlichkeitskampagne liegen solle. Eher breite Mitgliederwerbung oder eher örtliche bzw. regionale Schwerpunkte setzen?

Ursula vertrat die Meinung, dass vor allem die Regionalgruppen bzw. eine Region mit aktiven Leuten gestärkt werden sollte. Die TALENT-Infrastruktur ist in der ganzen Schweiz nutzbar.

Rainer meinte, man solle nicht dort ansetzen, wo es schon funktionierende andere Tauschsysteme gäbe. Er sähe z.B. Basel-Stadt und –Landschaft als mögliche Region für verstärkten Energie-Einsatz.

Alec Gagneux: Nach der Werbe-Berieselung am Postschalter durch den Schalterangestellten könne man jenem das Talentflugblatt geben. „Vielleicht brauchen Sie dies mal, wenn auch Sie weggespart wurden oder alles nur noch elektronisch verschickt wird.“

David Schlatter: Er könnte Talent-Werbung in seine nächste Ausstellung integrieren.

In guter Stimmung und nochmaligem Dank an alle sich Einsetzenden wurde die MV nach knapp zwei Stunden beendet.

Für das Protokoll:

Jonas Baier und Ursula Dold