Stand der Dinge vom 17. Januar 2026 (Transition TV)
Obiges Video klärt sehr eindrücklich über unseres heutiges Geldsystems auf. Es lohnt sich, sich rund 20 Minuten Zeit zu nehmen und sich diesen Beitrag von Transition TV anzuschauen:
Geld als gesellschaftlicher Vertrag
Dessen Gründer und Chefredaktor, Christoph Pfluger, erklärt, dass Geld einen gesellschaftlicher Vertrag darstellt, welcher einem gegen die Übertragung eines Symbols ermöglicht, Güter oder Dienstleistungen zu erwerben. Jenes Symbol kann eine Münze sein, ein Stück Papier, eine Zahl auf einem Bankkonto oder auch ein Eintrag auf einer Blockchain – egal was, es muss dabei einfach eine rechtlich bindende Übereinstimmung geben. Geld ist also ein Recht auf Waren und Services; symbolisiert durch irgend etwas. Aktien, Fonds etc. stellen dementsprechend kein Geld dar, sondern Vermögen.
Inflation plastisch dargestellt
Vor mehr als 60 Jahren war es dem Journalisten möglich, mit zehn Schweizer Franken 12 Kilogramm Brot zu erwerben. Damals kostete ein Laib Brot in der Bäckerei zwischen 70 bis 80 Rappen. Heute steht derselbe Laib Brot im selben Laden mit fünf bis sechs Schweizer Franken zu Buche, und im Bauernhofladen zwischen sieben bis acht Franken. Heute kostet jener also circa zehn Mal mehr! Unser Recht auf Ware hat sich seither dementsprechend massiv verschlechtert (= Inflation).
Grund ist die aktuelle Geldschöpfung
Pfluger erläutert weiter, weshalb. Dabei geht er auf die Geldschöpfung ein. Jene geschieht dadurch, dass knapp 90 Prozente des neuen Geldes durch die (privaten) Banken geschöpft werden, indem sie Kredite vergeben. Seit dem 1. Juli 2024 müssen ihm zufolge die Schweizer Banken dafür eine Mindestreserve von knapp 4% vorhalten. Wenn eine Bank also 40’000.- Schweizer Franken bar in der Kasse oder auf ihrem Konto bei der Nationalbank hat, kann sie per Kredit eine Million Franken herstellen; notabene eine Million, welche es davor nicht gegeben hat! (In der EU beträgt die Mindestreserve übrigens bloss ein Prozent. Da lassen sich dann aus zehn Milliarden Euro eine ganze Billion herstellen …).
Die Geldschöpfung ist so einfach, dass sich der Verstand dagegen wehrt.
John Kenneth Galbraith, Ökonom
Wesentliche Probleme des Geldschöpfungssystems
Danach beleuchtet er die wesentlichen Probleme unseres Geldschöpfungssystems:
- Mit dieser Praxis erhöhen die Banken die Geldmenge um den jeweiligen Kreditbetrag. Der Kreditnehmer jedoch muss mehr zurückzahlen (Zins). Jener Zinsbetrag ist in der erhöhten Geldmenge allerdings nicht enthalten! D.h., die Kreditnehmer müssen alle bankrott gehen.
Die Banken nun „lösen“ dieses Problem, indem sie einfach weitere Kredite verleihen, wodruch gleich drei weitere Probleme entstehen, welchere wiederum Tochterprobleme schaffen.
Die Schulden wachsen ständig an. Damit wächst auch die Lücke der für die Zahlung zur Verfügung stehende Geldmenge und den Schulden. Inzwischen betragen die weltweiten Schulden etwa das 7-fache der Geldmenge und fast das 2,5- fache des globalen BIP. Wir müssten also 2,5 Jahre bei Wasser und ohne Brot arbeiten, um alle Schulden zu tilgen. Das Wachstum der Schulden liegt dabei höher als das Wachstum der Produktion, was zum ersten Tochterproblem führt, nämlich zur Inflation.- Mehr Geld ohne entsprechende Steigerung der Wertschöpfung führt zur Geldentwertung.
- Das zweite Tochterproblem ist der Vertrauensverlust in das Bankensystem aufgrund der unbezahlbaren Schulden. Die Schulden sind unbezahlbar und der innere Wert des Geldes ist höchst gefährdet.
- Das zweite grosse Problem der Kreditschöpfung stellt der Wachstumszwang dar. Wenn immer mehr Kredite vergeben werden müssen, ist auch die Wirtschaft dazu gezwungen, ständig zu wachsen. Als Konsequenz davon haben wir mehr Abbau von Ressourcen, mehr Output, mehr Umweltverbrauch – von allem also stets mehr. In einer endlichen Welt ein Ding der Unmöglichkeit!
- Und das dritte Grundproblem in der privaten Kreditgeldschöpfung ist die Umverteilung. Das neue Geld (also die Kredite) fliessen vor allem denen zu, die bereits Geld haben. Alle Anderen können zwar mit den besten Ideen zur Bank gehen, ohne jegliche Sicherheiten ist da jedoch in der Regel wenig bis nichts auszurichten … Neues Geld zu bekommen hat den Vorteil, dass man (noch) zu den alten Preisen einkaufen und von der Geldentwertung profitieren kann, die durch den Prozess der Geldschöpfung entsteht. Darum werden Arme immer ärmer und die Begüterten immer wohlhabender.
Fazit
Die drei Folgen der privaten Kreditgeldschöpfung sind deswegen:
- Überschuldung und Geldentwertung
- Wachstumszwang und Umweltzerstörung
- Umverteilung und Ausbeutung
Jedes dieser drei Probleme führt schon für sich genommen zu einem Zusammenbruch. Die Kombination aller Dreien stellt allerdings den perfekten Sturm dar!
In obigem Beitrag geht es mit interessanten Fakten weiter, beispielsweise spricht Christoph Pfluger darüber, mit welchen Tricks die aktuelle Ordnung am Leben erhalten wird. Und er zeigt auf, wie wir mit einem System, welches auf Frieden und Gerechtigkeit basiert, mit nur einem Drittel des heutigen Aufwandes denselben Lebensstandard haben könnten!
Zum Schluss gibt es noch zwei Buchempfehlungen, womit noch eingehender auf die Geld-Thematik eingegangen werden kann.